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2013 – Schuld – überholte Kategorie oder menschliches Existential?

Die Auseinandersetzung mit Schuld ist seit jeher ein Thema, mit dem Menschen sich intensiv beschäftigen – als Einzelne und als Gesellschaft(en). Belege finden sich in den Ursprungserzählungen der Bibel wie in unzähligen Mythen und alten Überlieferungen. Ein Blick in die verschiedenen Medien zeigt, dass sich das grundsätzlich nicht geändert hat, wenn auch Bewertungen und Umgang mit Schuld einem Wandel unterzogen sind.

Der Erkenntnisfortschritt in der Neurobiologie und die damit verbundene Debatte um den Freiheitsbegriff betreffen zwangsläufig das Verständnis von Schuld und damit verbundene Implikationen. Auch gesellschaftliche Veränderungen und Erkenntnisse anderer Wissenschaften sind hier nicht ohne Einfluss.

Vor dem Hintergrund, dass es sich bei Schuld einerseits um eine anthropologische Konstante zu handeln scheint, andererseits aber vielfältige neue Erkenntnisse und Entwicklungen die Frage nach einem Wandel des Verständnisses von Schuld aufwerfen, erscheint es angebracht, sich dem Thema interdisziplinär zu nähern.

In einem Symposium bringen wir daher Vertreter verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen (Theologie, Philosophie, Psychiatrie, Psychologie, Rechtswissenschaft, Soziologie, Neurobiologie) zu den folgenden Fragen miteinander ins Gespräch:

  • Was verstehen wir heute unter Schuld? Was ist Schuldfähigkeit?
  • Welche Bedeutung hat Schuld für den Menschen als Mensch und Individuum bzw. für die Gesellschaft?
  • Erfordern aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse eine Revision des Schuldbegriffs?

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