2021 – Leben, Sterben – und dann?

Mit absoluter Sicherheit wissen wir Menschen, dass wir – jeder von uns – sterben werden. Der allen Sterblichen gewisse Tod fordert zur Auseinandersetzung mit fundamentalen Fragen heraus, die sich auf Deutung und Gestaltung des individuellen Lebens wie auch des Zusammenlebens in Gesellschaften beziehen. Diese Auseinandersetzung findet sich in allen Religionen und Kulturen. In unserer Zeit begegnet sie uns auch in politisch-ethischen Debatten zur Organtransplantation oder zur Sterbehilfe. Sie ist immer auch eine sehr persönliche Aufgabe für das Individuum.

Sind Leben und Sterben als Vorgänge in der Zeit zu verstehen, wird mit dem Tod eine Schwelle oder ein Schlusspunkt bezeichnet. Darüber hinaus zu fragen, gehört seit jeher zum Wesen des Menschen. Aber ist Auferstehen auch ein Vorgang, einer außerhalb von Raum und Zeit? Die Antworten auf diese grundlegenden Fragen liegen, so scheint es, jenseits objektivierbarer Erfahrung. Zugänge finden sich immer in unvollkommenen Denkversuchen, in Mythen, in der Meditation, in der Kunst und in vielen zwischenmenschlichen Begegnungen.